Logopädische Praxis

Sprachtherapie

Grundsätzlich unterscheidet man die SPRACHE von dem SPRECHEN.

Sprachstörungen bei Kindern können alle Bereiche des Sprachsystems betreffen und basieren auf Störungen des Spracherwerbsprozesses. Sprachentwicklung bedeutet, der Erwerb von Regeln des Lautsystems, des Wortschatzes, der Grammatik und der Textkompetenz. Sobald ein Kind zur Welt kommt, beginnt auch die Sprachentwicklung des Kindes. Das Kind lernt nach und nach Dinge und Bedeutungen miteinander zu verknüpfen. Auf diese Weise gelingt es dem Kind, noch lange bevor die eigentliche Sprachproduktion beginnt, sich ein großes Wissen an Sprachverständnis anzueignen. Diese Entwicklung kann durch äußeren Einfluss, aber auch durch Erkrankungen blockiert werden.
Ein Hindernis im Verlauf der non-verbalen Entwicklung eines Kindes, beeinflusst die gesamte noch kommende aktive Sprachentwicklung.
Kinder sehen, hören, riechen, schmecken und fühlen ihre Umgebung. Alle Sinne werden eingesetzt – dies ist ein wichtiger Prozess der Sprachentwicklung.

Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung können sein, dass das Kind kaum oder gar nicht vor sich hin plaudert, der Wortschatz und die grammatikalischen Fähigkeiten entwickeln sich nur langsam, etc. Um keine Sprachentwicklungsverzögerung handelt es sich, wenn Ihr Kind Mehrsprachig aufwächst und in der Muttersprache eine altersgerechte sprachliche Entwicklung aufzeigt.

 

Sprechtherapie

Sprechstörungen (auch genannt Dyslalie oder Stammeln) können in jedem Alter auftreten sind allerdings die häufigste Sprachauffälligkeit bei Kindern. Sie kann in Verbindung mit einer Sprachentwicklungsverzögerung stehen oder auch isoliert auftreten. Eine Artikulationsstörung liegt dann vor, wenn ein Laut überwiegend nicht korrekt gebildet wird oder generell nicht korrekt gebildet werden kann. Die bekannteste Sprechstörung ist das, im Volksmund betitelte, Lispeln. Hier schiebt sich die Zunge durch die Zahnreihen oder stößt an die forderen Zahnreihen, so dass der Ziellaut nicht mehr korrekt gebildet werden kann.

Dies ist allerdings nur eine von vielen möglichen Sprechstörungen.

Eine Sprechstörung kann vorliegen, wenn:

  • Laute vertauscht, ersetzt oder ausgelassen werden
    (KANNE vs. TANNE, RABE vs. ABE, SCHIFF vs. FISCH)
  • Laute entstellt wiedergegeben werden (z.B. beim Lispeln)


Wichtig ist zu differenzieren, ob der Patient den fehlgebildeten Laut nicht bilden (Motorik) oder nicht korrekt nutzen kann (Regelwissen).
Mit Hilfe einer ausführlichen Diagnostik kann dies analysiert werden.

 

Redeflussstörungen

Unter Redeflussstörungen versteht man Umgangssprachlich das Stottern oder auch das Poltern. Redeflussstörungen können in jedem Alter auftreten. Diese treten bei Kindern häufig im Rahmen von Entwicklungs­verzögerungen, -störungen oder -behinderungen auf. Es handelt sich dabei um zentrale oder peripher bedingte motorische Störungen der ausführenden Sprechorgane. Unter Stottern versteht man die zeitweisen und willensunabhängigen auftretenden Blockaden (angespanntes Verharren an einem Laut), spannungsvolle Dehnungen oder spannungsvolle Wiederholungen einzelner Laute oder Silben u.v.m. Das Poltern kennzeichnet sich Symptomatisch durch ein schnelles, überstürztes Sprechtempo, Auslassungen oder Verschmelzungen von Silben und Wörtern beim Sprechen, Lesen und Schreiben, in Kombination mit ungesteuerten, überschießenden Bewegungen des Körpers, Wortfindungsstörungen sowie anderen Sprachauffälligkeiten (z.B. Stammeln) oder einer Lese-Rechtschreibschwäche u.v.m.

 

Im Allgemeinen ist die Aussprache gekennzeichnet durch mangelnde Artikulationsgenauigkeit und -geschwindigkeit und/oder durch Störungen im Sprechablauf. Wichtig ist, bei Kindern abzugrenzen, ob es sich um eine chronische Redeflussstörung oder eine entwicklungsbedingte Redeflussstörung handelt

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