Logopädische Praxis - Alexandra Nattmann

Störungen der Artikulation

Phonetische Störung (Artikulationsstörung): einzelne Laute oder Lautgruppen werden nicht korrekt gebildet Die Laute können ausgelassen, ersetzt oder fehlgebildet werden. Meist ist die Mundmotorik ist eingeschränkt. Ein Beispiel ist das "Lispeln" bzw. der "Sigmatismus", bei dem die Zunge bei der Artikulation des Lautes /s/ zwischen die Zähne rutscht.

Dysarthrien

Dysarthrien sind Störungen in der Ausführung von Sprechbewegungen und/oder der Koordination von Atmung, Stimme und Artikulation aufgrund angeborener oder erworbener Hirnstörungen. Vermehrter oder verminderter Speichelfluss, gestörte Atemkontrolle, verminderte Atemkapazität, eingeschränkte Mundmotorik, undeutliche Aussprache, Näseln, veränderter Stimmklang, eingeschränkte Sprechmelodie, veränderte Lautstärke, veränderter Sprechrhythmus. Ursache kann z.B. Sauerstoffmangel während der Geburt oder nach einem Unfall sein.

Weitere Informationen finden Sie im dbl-Faltblatt "Sprechstörungen bei Kindern".

 

Wie kann kindlichen Sprechstörungen vorgebeugt werden?

Artikulationsstörungen, Dysarthrien und artikulatorische Entwicklungsdyspraxien können im Verlauf der der kindlichen Entwicklung auftreten. Es ist wichtig, diese Störungen rechtzeitig zu erkennen. Das Ziel muss sein, kindliche Sprach- und Sprechstörungen rechtzeitig vor der Einschulung zu überwinden, damit sie das Lesen- und Schreibenlernen nicht beeinträchtigen. Der Erwerb der Fähigkeit, Laute richtig auszusprechen und zu verwenden, verläuft stufenweise.

Wenn Sie mehr darüber wissen wollen und interessiert sind zu erfahren, was sie selbst zur sprachlichen Förderung ihres Kindes beitragen können, informiert Sie unser Faltblatt "Wie spricht mein Kind?".

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Welche Redeflussstörungen gibt es bei Kindern?

Es gibt unterschiedliche Formen einer Redeflussstörung: 

Stottern oder Poltern.

Stottern

Kernsymptome: diese Redeflussstörung äußert sich in Form von unfreiwilligen Wiederholungen von Lauten und Silben ("Bababall") sowie als Dehnungen ("Ffffisch") oder Blockierungen von Lauten (stummes Verharren vor oder in einem Wort: "-----Tisch"). Die Kinder verlieren für einen Moment die Kontrolle über den Sprechablauf, obwohl sie genau wissen, was sie sagen wollen. Um solche Symptome kontrollieren zu können, entwickeln sie unbewusst Begleitsymptome.

Ankämpfverhalten

  • mit erhöhtem Kraftaufwand (z.B. Pressen, lauter werden) sprechen,
  • "Tricks" bei der Atmung (z.B. übertrieben Ein- und Ausatmen) und 
  • Mitbewegungen (z.B. Kopfbewegungen) um die Kontrolle wieder zu erlangen.

Vermeidensstrategien

  • Vermeiden von Sprechsituationen bzw. gefürchteten Wörtern
  • Veränderung der Sprechweise wie Flüstern oder Singsang
  • Wenn Kinder solche Vorbeugungsstrategien verwenden, haben sie ein „Störungsbewusstsein".
  • Mögliche Begleitsymptome können Sprechangst, Wut oder Traurigkeit sein.
  • Beim Stottern ist der Wechsel von symptomarmen und symptomreichen Phasen typisch.
  • Das Stottern kann in unterschiedlichen Situationen und bei unterschiedlichen Personen verschieden ausgeprägt sein.

Es ist wichtig stotternde Kinder möglichst früh (ab dem 2. Lebensjahr) zu erkennen und bei Bedarf zu behandeln, damit eine Rückbildung unterstützt werden kann oder, wenn dies nicht gelingt, ein leichtes selbstbewusstes Stottern erarbeitet werden kann. Stottern tritt bei etwa 5 % aller Kinder auf, überwiegend bis zum 6. Lebensjahr. Viele Kinder verlieren ihr Stottern von allein, wobei die Wahrscheinlichkeit geringer wird, je länger die Störung besteht. Nach der Pubertät ist es sehr unwahrscheinlich, dass sich das Stottern völlig zurückbildet. Bisher ist jedoch keine Vorhersage möglich, welche Kinder ihr Stottern verlieren werden. Eine frühe Therapie kann die Chance dafür jedoch wesentlich erhöhen.

Poltern

Poltern ist im Gegensatz zum Stottern von einem überschießenden, sehr schnellen Sprechen gekennzeichnet. Die Aussprache ist häufig sehr undeutlich und verwaschen. Es treten viele Satzabbrüche, Umformulierungen und Floskeln sowie stotterähnliche Redeunflüssigkeiten auf, so dass trotz des Eindrucks von hoher Sprechgeschwindigkeit oft nur wenig Inhalt vermittelt werden kann. Bei bewusst verlangsamtem Sprechen reduziert sich die Symptomatik. Das Sprechen kann jedoch nicht langfristig kontrolliert werden. In Verbindung mit Poltern treten häufig Sprachstörungen auf (Suche nach Wörtern, eingeschränkter Wortschatz, Störung der Grammatik). Polternde Menschen haben oft eine eingeschränkte Selbstwahrnehmung und wenig Störungsbewusstsein. Stottern und Poltern können auch zusammen auftreten.

Polternde Kinder können in einer Therapie (bei ausreichender Motivation) lernen, in für sie wichtigen Sprechsituationen das Poltern zu kontrollieren. Eine grundsätzliche Überwindung des Polterns ist nicht zu erwarten. Angehörige lernen in der Therapie, wie sie angemessen mit dem Poltern umgehen können. Bei gleichzeitiger ausgeprägter Sprachentwicklungsstörung kann das Poltern durch eine diesbezügliche Therapie erheblich verbessert werden. eitere Informationen finden Sie in unserem Faltblatt "Sprechstörungen bei Kindern".

Weitere Informationen finden Sie in dem dbl-Faltblatt "Sprechstörungen bei Kindern".

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Welche Hilfen bieten wir Logopädinnen an?

Wenn Sie sich Sorgen machen und unsicher sind, ob Ihr Kind poltert oder stottert bieten wir zunächst eine Beratung an. Bei Verdacht auf eine Redeflusstörung wird durch eine logopädische Diagnostik festgestellt, ob und welche Art von Sprechunflüssigkeit vorliegt und ob weitere Störungen bestehen. Die Inhalte der logopädischen Therapie ergeben sich aus dem logopädischen Befund, der mit den Eltern vor Beginn der Therapie besprochen wird. Während des Therapieverlaufs werden die Eltern ausführlich über die Störung und die Therapie informiert und lernen vor allem bei jungen Kindern, wie sie mitarbeiten können.

Danke für ihre Empfehlung

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