Logopädische Praxis - Alexandra Nattmann

Sprachttherapie 2

Sprach- und Sprechstörungen treten bei Kindern in den letzten Jahren gehäuft auf. Eltern sollten die sprachliche Entwicklung ihrer Kinder genau beobachten.

Je früher eine exakte Diagnose von Sprachstörung gestellt und eine geeignete Behandlung eingeleitet werden, desto größer sind die Chancen, die Sprachauffälligkeiten zu beheben.

 

Welche Sprachentwicklungsstörungen gibt es?

Störungen beim Erwerb der Laute

Phonetische Störung (Artikulationsstörung):
einzelne Laute oder Lautgruppen werden nicht korrekt gebildet. Die Laute können ausgelassen, ersetzt oder fehlgebildet werden. Meist ist die Mundmotorik  eingeschränkt.

Phonologische Störung: Bei einer phonologischen Störung oder Verzögerung kommt es zu Lautverwechslungen. Wenn das Kind zum Beispiel den Laut /g/ durch /d/ ersetzt, äußert sich dies darin, dass es anstelle von "Giraffe" "Diraffe" sagt. Das Kind kann /d/ /g/ noch nicht bewusst beim Hören unterscheiden. Die Förderung der auditiven Wahrnehmung und der phonologischen Bewusstheit bilden einen Schwerpunkt in der phonologischen Therapie.

Störungen beim Aufbau des Wortschatzes

Wortschatzdefizite sind Mängel oder Störungen im Aufbau und in der Organisation des kindlichen
Wortschatzes.

  • Wort verstehen (passiver Wortschatz)
  • Wörter, die das Kind spricht (aktiver Wortschatz)
  • Sprachverständnis (Wortbedeutung, die Kategorisierung von Wörtern z.B. Tier - Katze).

Wortschatzdefizite werden oft über Mimik und Gestik kompensiert. Eine solche Störung tritt meist nicht einzeln auf, sondern oft in Verbindung mit anderen Störungen.

Störungen der Grammatik

Die Grammatik umfasst die zwei Bereiche Syntax und Morphologie.

Die Syntax beschreibt die Wortfolge. So steht z.B. im deutschen Aussagesatz das flektierte Verb an zweiter Stelle: "heute kommt Opa - Opa kommt heute"

Die Morphologie beschreibt, wie sich die einzelnen Wörter verändern, je nachdem, welche Funktion sie im Satz tragen (z.B. kann das Wort "können" als "kann", "kannst", oder "konnte" vorkommen.).

Pragmatische Störungen

Kinder mit pragmatischen Störungen haben Schwierigkeiten, altersgemäß zu kommunizieren. Sie bauen z.B. keinen Blickkontakt auf, haben Probleme beim Wechsel von Sprecher- und Hörerrolle im Gespräch oder bei verschiedenen Spielformen wie Regelspiel oder Rollenspiel.

Erworbene Sprachstörungen bei Kindern

Neurologische Schädigungen z.B. durch einen Schlaganfall, Hirntumore oder nach einem  Schädel-Hirn -Trauma bringen häufig Einschränkungen oder gar den Verlust der bereits erworbenen sprachlichen Fähigkeiten mit sich.

Danke für ihre Empfehlung

social facebook social google social xing

AGZ GbR

Alpirsbacher-Gesundheits-Zentrum
Bahnhofstraße 21
72275 Alpirsbach

Telefon / Fax / Mail

Fon 0 74 44 / 9 56 14 - 10
Fax 0 74 44 / 9 56 14 - 19
info@agz-info.de